Jufplaun_Val_Müstair

Schneeschuhtouren im Val Müstair

Entdecke das UNESCO Biosphärenreservat am Rande des Schweizer Nationalparks

Unterwegs in die südöstlichste Ecke der Schweiz

Gemütlich sitzen wir im Zug, auf dem Weg in die südöstlichste Ecke der Schweiz, dem Val Müstair. Die Landschaft zieht an uns vorbei – erst der Zürichsee, dann der Walensee und die Churfirsten. Bald wechseln wir in die RhB, fahren etwas gemächlicher durchs Prättigau und erreichen durch den Vereinatunnel das Engadin und Zernez. Im Postauto überqueren wir den Ofenpass. Das ist der Höhepunkt des heutigen Reisetags: Unser Blick folgt der überwältigenden Landschaft des Schweizerischen Nationalparks. Wir können uns an den schönen Arvenwäldern und schroffen Bergflanken kaum sattsehen, bevor wir steil hinab ins liebliche Val Müstair gelangen. In Valchava, direkt vor dem Hotel Central, steigen wir aus.

Hier, in diesem wunderschön renovierten Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, treffen wir unseren Bergführer Michael und die weiteren Teilnehmer/-innen der Schneeschuhtage. «Schneeschuhwandern im Münstertal ist märchenhaft schön», schmeichelt uns Michael. «Wir werden Genusswanderungen unternehmen», betont er, denn man müsse eintauchen in diese fantastische Landschaft und sie geniessen. Es sei ein ganz besonderes Tal und die Möglichkeiten an unterschiedlichen Wanderungen fast unerschöpflich.

 

Auf geht’s! Durch gepflegte Bergdörfer, lichte Arvenwälder und über einsame Hochebenen

Kurz darauf erhalten wir die Notfallausrüstung, bestehend aus Lawinenverschütteten-Suchgerät, Schaufel und Sonde. Diese Ausrüstung muss auf jeder Tour aus Sicherheitsgründen mitgeführt werden. Und schon schnallen wir die Schneeschuhe an und stapfen direkt vom Hotel los. Zuerst über die Talebene, dann sanft ansteigend durch einen verschneiten Wald, bis wir eine erste Pause einlegen. Michael führt uns in die Lawinenkunde ein. Auch wenn wir uns nicht im Hochgebirge bewegen, Sicherheit hat Vorrang und jeder muss wissen, wie das Barryvox, Schaufel und Sonde richtig bedient werden! Zurück im Hotel verwöhnen uns die Gastgeber mit einer vorzüglichen regionalen Küche, bevor wir müde und voller Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett sinken.

Tag für Tag stapfen wir mit unseren Schneeschuhen durch die verschneite Landschaft und erkunden neue, versteckte Ecken. Das Biosphärenreservat Val Müstair bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Tourenmöglichkeiten. Von der Alp da Munt hoch über der Talsohle wandern wir durch einsame Hochtäler und über den Pas da Costainas in den kleinen Weiler Lü, der hübsch auf einer Sonnenterrasse sitzt und geradezu einlädt, sitzen zu bleiben und die Gedanken schweifen zu lassen. Oder die lichten Arvenwälder hoch zur Alp Sadra, die knorrigen Bäume, die wohl manche Geschichte erzählen könnten und dann dieser Blick hinunter in Tal auf die schönen Bergdörfer werde ich nicht vergessen. Besonders gut gefallen hat mir die Tour von Buffalora nach Jufplaun. Wie in eine andere Welt sind wir eingetaucht und durch diese abgeschiedene, weite und ruhige Hochebene gewandert. Im Blick den imposantgen Piz Daint und dann öffnet sich plötzlich das weite Val Mora, das vergessen und einsam fast wie im Märchen hinter sieben oder mehr Bergen liegt.

Erst nach diesen traumhaften Wanderungen verstehe ich, was Michael mit «Genusswanderungen» gemeint hat. Die Natur mit all ihren Kontrasten ist faszinierend. Sanfte Täler wechseln mit einsamen Hochebenen und schroffe Felsspitzen folgen auf liebliche Wälder. Und genau so intensiv und genussreich sind die Touren, die wir in dieser Lanschaft unternommen haben.

 

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