Caro-North-Andermatt-Mountains-II

Gipfelstürmerin

Steil, lang und extrem: Die Profialpinistin Caro North mag Herausforderungen. Die Berge sind im Sommer wie im Winter ihr Zuhause, das sie am liebsten mit anderen teilt.

Sie ist jung, wild und ihre lebensfrohe Art ansteckend. Wer Caro North zum ersten Mal begegnet, möchte am liebsten eines tun: mit ihr den nächsten Gipfel erklimmen. Die 29-Jährige scheint all die Energie, die ihr die Berge geben, in sich gespeichert zu haben. Sie verbrachte viel Zeit mit ihren Eltern in La Tzoumaz, einem kleinen Dörfchen im Wallis, unternimmt mit 12 Jahren ihre erste Skitour, steigt mit 16 fast bis auf die Spitze des höchsten Berges Südamerikas und bezwingt noch vor ihrem 23. Geburtstag die Eigernordwand. Zu ihren grössten Abenteuern zählt aber, dass sie mit der ersten reinen Frauenseilschaft auf dem Cerro Torre in Patagonien stand und in diesem Teil von Südamerika 55 unbekannte Kletterrouten erschloss.

Als Mammut-Pro-Team-Athletin ist Caro North heute auf der ganzen Welt unterwegs. In den Wintermonaten zieht es sie immer wieder zurück in die Schweiz. Letzte Saison wurde Andermatt ihr neues Zuhause, von wo sie zig Touren unternahm. Was gibt es schöneres als mit den Skiern durch die verschneite Landschaft zu ziehen und dabei «mit der Natur zu spielen» wie Caro so schön betont. Dieser Spielplatz ist gross: Die Alpen nehmen 60 Prozent der Landesfläche der Schweiz ein, und zählen 48 beeindruckende Viertausender und über 1000 erfasste Ski- und Snowboardtouren.

Caro-North-min

 

«ICH WILL NICHT DIE NATUR DOMINIEREN,
SONDERN MIT IHR SPIELEN.
BERGE BEZWINGEN IST FÜR MICH KEIN
AUSDRUCK FÜR BERGSTEIGEN.»

Caro North, Mammut Athletin und Bergführerin

Caro schwärmt von der Schweiz mit ihrer einfachen Zugänglichkeit zu alpinem Gelände und der perfekten Mischung aus Schnee, Eis und Fels: «Du kannst auf der Südseite eine einfache Skitour laufen und dann auf der anderen Seite eine Nordwand klettern.»

Obwohl sie einiges besser klettern kann als Ski fahren – wäre es ohne den Winter halb so aufregend. Dann, wenn sich solch magische Momente abspielen, wie als sie kürzlich von Andermatt in die Höhe zog. Einen Ski vor den anderen durch die undurchdringbare Nebelwand setzte, während die Schneeflocken zu Tausenden vom Himmel fielen. Plötzlich lichtete sich der Nebel. Vor ihr die Spitze des Gipfels und eine glitzernde Wand. «Das war unglaublich», schwärmt Caro. Solche Momente teilt Caro am liebsten mit anderen Tourengängern*innen – allein ist sie praktisch nie unterwegs, auch aus Sicherheitsgründen. 

Vor gut einem Jahr ist Caro als eidgenössisch diplomierte Bergführerin in den von Männern dominierten Kreis des Schweizer Bergführerverbands aufgenommen worden. Ein grosser Schritt für Caro, deren Lebensziel es nicht ist, so viele Berge wie möglich allein zu besteigen, sondern ihre Leidenschaft und ihr Wissen weiterzugeben. Ein Abenteuer steht aber nach wie vor auf ihrer Bucket List: das Marinelli- Couloir bei der Dufourspitze. Der im Monte-Rosa-Massiv gelegene Berg ist mit 4634 Metern der höchste Gipfel der Schweiz und die Abfahrt nach Macugnaga mit bis zu 50 Grad Gefälle scheint niemals zu enden – 2420 Höhenmeter durch die höchste Wand der Schweizer Alpen. Ganz nach Caros Geschmack.

 

Der Artikel entstand von Schweiz Tourismus. Mammut ist offizieller Partner.

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